apfel am baumHalten sie wirklich das, was sie versprechen? Oder sind sie vielleicht nur ein geschickter Werbetrick, um möglichst viele Zeitungen und Diätprodukte zu verkaufen? Wir sind der Ansicht, dass die meisten der angebotenen Diäten krasser Unfug sind.

Gesunde Ernährung ist prima, viel Obst und viel Bewegung natürlich auch, aber sich den ganzen Tag mit dem Zubereiten von Diätgerichten zu beschäftigen, kann nicht gesund sein. Im Gegenteil: im schlimmsten Fall kann es der Beginn einer sehr ernsten Essstörung sein.

Ein paar Zahlen und Fakten möchten wir hier nennen: entnommen haben wir sie im wesentlichen dem Buch " Prost Mahlzeit! Krank durch gesunde Ernährung" von Udo Pollmer (Köln, 1994).Udo Pollmer ist Lebensmittelchemiker, Dozent und wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften.

Kalorienzählen?

In fast jeder Diät wimmelt es von Angaben zu Kalorien: wir erfahren, wie viele Kalorien in jeder Gurkenscheibe stecken, wie viele Kalorien wir (angeblich) brauchen und wie viele Kalorien wir zu uns nehmen dürfen, um (angeblich) abzunehmen. Pollmer meint dazu: "Sollten Sie jemals Kalorien gezählt haben... so war es umsonst. Ihre Angst vor dem Zuviel ebenso wie Ihr Vertrauen in die Wissenschaft. Erstens: Wir wissen nicht, wie viele Kalorien in den Lebensmitteln stecken, die wir gerade essen. Zweitens: Wir wissen nicht, wie viele Kalorien der einzelne benötigt. Und drittens: es ist völlig unbekannt, wieviel ihr Körper von der verspeisten Nahrung tatsächlich nutzt."(S.31)

Wenn du wirklich das Gefühl hast, dass du zu viel isst, dann macht es Sinn, für kurze Zeit ein Ernährungstagebuch zu schreiben. Schreib auf, was und wieviel du isst und wie es dir in dem Moment ging. So ein Ernährungstagebuch kann dir helfen, herauszufinden, in welchen Situationen du aus Frust oder Langeweile isst. Besprich das Ergebnis mit einer Ernährungsberaterin, die dir helfen kann ein für dich besseres Ernährungsverhalten zu entwickeln.

Süßstoff - ein bewährtes Masthilfsmittel

Light-Produkte sind noch immer beliebt und werden tüchtig beworben. Die meisten Produkte sind entweder fettreduziert oder aber der Zucker wurde durch einen Süßstoff ersetzt. Das soll angeblich schlank machen. Tatsächlich aber regen Süßstoffe den Appetit an: in der Tierzüchtung werden Süßstoffe als Masthilfsmittel verwendet (vgl. Pollmer, S.273f).