Die meisten Präventionsansätze richten sich an Schüler und Schülerinnen. Das ist schade, da Prävention auf möglichst breiter Basis stattfinden sollte.

Folgende Zielgruppen könnten in Präventionskonzepte einbezogen werden:

Eltern: Die Ursache für Essstörungen liegen meistens in der Familie. Eine Aufklärung von Eltern ist daher besonders wichtig.

Lehrer/innen und Erzieher/innen: Essstörungen bleiben oft lange unerkannt. Gerade pädagogische Fachkräfte sollten aber in der Lage sein, Essstörungen frühzeitig zu erkennen und adäquat zu handeln.

Trainer/innen: Trainer/innen im Bereich Sport und Tanz sind oftmals an der Entstehung von Essstörungen beteiligt, da sie Jugendliche zum Abnehmen anhalten. Gerade diese Gruppe von Lehrkräften sollte also gut informiert und um einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema bemüht sein.

Mediziner/innen: Viele Essgestörte suchen Ärzte auf ohne den tatsächlichen Grund ihrer Beschwerden zu nennen. Das macht ein frühzeitiges Erkennen von Essstörungen sehr schwer. Besonders Mediziner/innen sollten also gut informiert und sensibel im Umgang mit Essstörungen sein.