Am einfachsten ist es, wenn du erst einmal mit eine/m Erwachsene/n redest und um Unterstützung bittest. Wenn du deine Eltern nicht um Hilfe bitten möchtest, so kannst du dich vielleicht an eine Vertrauenslehrerin deiner Schule wenden. Manche Schulen haben inzwischen Suchtbeauftragte, die dir weiterhelfen können. Beraten können dich natürlich auch Mediziner/innen: du kannst also eure Hausärztin oder euren Hausarzt um Rat fragen.

Wenn du älter bist als 14 Jahre muss sie oder er auch gegenüber deinen Eltern die Schweigepflicht wahren. Viele Allgemeinmediziner/innen sind allerdings überfordert, wenn Essgestörte auf sie zukommen und sie um Rat fragen. Oftmals haben sie im Studium ein sehr einseitiges Wissen vermittelt bekommen und es gibt immer noch Mediziner/innen, die Essstörungen mit Diäten oder Medikamenten behandeln. Wenn du das Gefühl hast, bei deinem Arzt/ deiner Ärztin nicht ernst genommen zu werden, solltest du auf gar keinen Fall aufgeben! Such dir einen anderen oder versuche noch besser dich an eine Beratungsstelle für Essstörungen zu wenden. Außerdem gibt es in fast jeder Stadt Beratungsstellen, wo du dich in der Regel kostenlos beraten lassen kannst.

Ein paar Infos, wie du eine Beratungsstelle in deiner Nähe finden kannst, stehen hier:

  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat eine Datenbank, in der alle Beratungsstellen verzeichnet sind. Am besten suchst du dort zuerst: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Auf der Internetseite Magersucht-Online.de findest du ebenfalls zahlreiche Informationen. So zum Beispiel eine Liste mit Adressen von Beratungsstellen u.ä. und mit Selbsthilfegruppen.
  • Auf der Seite des Bundesfachverbandes Essstörungen findest du zahlreiche Einrichtungen und auch eine Liste mit freien Therapieplätzen!